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Alex Cecchetti, Weg/Sentiero, 2022

Alex Cecchetti, Weg/Sentiero, 2022

Eco Land Art in Innsbruck

Das Taxispalais in Innsbruck lädt in seiner aktuellen Schau zu Begegnungen mit der Landschaft und dem Land sowie den damit einhergehenden ökologischen, ökonomischen und sozialen Komponenten ein. Die Kuratorin Nina Tabassomi fragt danach, wie wir heute in den uns umgebenden Räumen leben wollen, und thematisiert eine ausbeuterische und kolonialistische Logik der Landnutzung. So laden die Künstler*innen der Ausstellung „Eco Land Art“, darunter Alex Cecchetti, Katharina Cibulka und Amol K Patil, die Besucher*innen ein, sowohl in den Räumen des Taxispalais dem Land und der Landschaft in Arbeiten auf Papier, Installationen oder Film zu begegnen. Auch außerhalb des Hauses gibt es Erfahrungspunkte, so wird an drei Terminen eine Wanderung mit Alex Cecchetti unter dem Titel „Land Begegnung Weg/Sentiero“ angeboten.



Ein zunächst abstraktes Thema wird in den Bannern von Marwa Arsanios greifbar. Die libanesische Künstlerin hinterfragt die Politik in der Mitte des 20. Jahrhunderts aus einer zeitgenössischen Perspektive, wobei ihr Fokus auf Gleichberechtigung, Urbanistik und Industrialisierung liegt. Ihre schlichten weißen Banner mit schwarz gedruckten Texten in Arabisch und Englisch fordern etwa, dass die in der Landwirtschaft gewonnenen Produkte gerecht unter den Anbauern verteilt und dass das bewirtschaftete Land von lokalen Kooperationen in gegenseitigem Einverständnis und Absprache gepflegt und bearbeitet werden soll. Die leicht versetzt gehängten Banner eint hierbei die unregelmäßige schwarze Linie, die in Karten oder Atlanten die Höhe von Bergen oder Tälern verdeutlicht.

Hannelore Nenning zeigt in ihren Aquarellen von 2022 bedrohte österreichische Gebirgslandschaften, darunter „Unterm Glockenturmkamm (Platzertal)“ mit kühlen zarten Blaunuancen und klaren Bergspitzen oder „Der Platzerbach im Hochtal der Moore (Tiroler Oberland)“, der sich durch eine karge ockergelbe Senke schlängelt. Derzeit wird in Österreich heftig und kontrovers über die Verbauung des Platzertales diskutiert. Dort soll der Ausbau eines Wasserkraftwerks stattfinden, ein Umstand, gegen den unter anderem der Alpenverein mit Informationen und einer Petition arbeitet.

Die Ausstellung „Eco Land Art“ läuft bis zum 26. Februar 2023. Die Kunsthalle Tirol hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet regulär 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Dieselben Preise gelten auch für die etwa zweieinhalb Stunden lange Wanderung mit Alex Cecchetti. Die vorherige Anmeldung ist unter info@taxispalais.at oder telefonisch unter +43 (0)512 – 59 48 94 01 notwendig. Wetterfeste Kleidung und Wanderschuhe sind erwünscht. Die Wanderungen finden am 11. Dezember, 28. Januar und 25. Februar 2023 statt.

Taxispalais – Kunsthalle Tirol
Maria-Theresien-Straße 45
A-6020 Innsbruck
Telefon: +43 (0)512 – 508 31 71


29.11.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Werkbundarchiv – Museum der Dinge

Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge wird auf die Straße gesetzt

Berliner Werkbundarchiv muss umziehen

Das Werkbundarchiv – Museum der Dinge in Berlin muss seine Räume in der Oranienstraße 25 verlassen. Wie der Verein heute mitteilte, wurde ihm seitens des Vermieters, des luxemburgischen Immobilienfonds Victoria Immo Properties, gekündigt. Kurz vor seinem Jubiläum zum 50jährigen Bestehen droht dem Museum somit der Verlust seiner Ausstellungsflächen sowie der Archiv- und Büroräume. Laut Mitteilung handele es sich bei dem Immobilienfonds in Luxemburg um eine Briefkastenfirma, die „bislang noch anonymen Spekulanten“ gehöre. Das Werkbundarchiv kritisiert die Kündigung auf schärfste: So könne es dem Immobilienfonds beim „Rauswurf des letzten Mieters offensichtlich nicht schnell genug gehen, denn bei der Kündigung zum 30.06.2023 wurde noch nicht einmal die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist von einem Jahr eingehalten“. Die überraschende Kündigung gefährde nun die geplanten und teils umgesetzten Projekte für Ausstellungen, Veranstaltungen und Kooperationen.



Das Museum der Dinge ist seit 2007 in der Kreuzberger Oranienstraße in Berlin als Mieter beheimatet. Sein offenes Schaudepot und die Sonderausstellungen zur alltäglichen Produktkultur des 20. und 21. Jahrhunderts sprechen ein wachsendes Publikum an. Das Haus hat sich über seine Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramme zu einem außerschulischen Lernort entwickelt. Zudem sei es eine in der kulturellen Infrastruktur des Bezirks stark verankerte Einrichtung, die vor allem ein jüngeres Publikum aus lokalem und internationalem Feld anziehe. Der Verein betont daher die Bedeutung seines jetzigen Standortes: „Die vielseitigen und lebendigen Partnerschaften des Museums erhalten ihren besonderen Charakter durch ihre Einbettung in den Kiez.“

Das Werkbundarchiv wird sich wohl nicht leicht tun, passende neue Räume zu finden. Denn vor dem für das Jahr 2027 geplanten Umzug in einen Pavillon auf der Karl-Marx-Allee bilde die Suche nach geeigneten Orten für die Präsentation von etwa 15.000 Objekten, das Archiv mit mehr als 45.000 Dokumenten und die Bibliothek sowie Büroräume für zwölf Arbeitsplätze innerhalb der Kündigungsfrist eine Herausforderung. Dasselbe Problem besitzen auch die anderen Mieter des Hauses in der Oranienstraße 25, da hier auch der Kunstverein Neue Gesellschaft für bildende Kunst, die Buchhandlung Kisch & Co. und das Architekturbüro kleyerkoblitz nur noch wenige Monate geduldet werden. Daher hoffe man auf die Solidarität und Unterstützung des Publikums. Schließlich bilde die unerwartete Kündigung einen fortlaufenden Verlust „gewachsener kultureller und sozialer Orte und Strukturen eine Herausforderung für die gesamte Stadt“.


29.11.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Hyunju Oh, Remains from Remains of Remains, 2015

Hyunju Oh, Remains from Remains of Remains, 2015

Hyunju Oh in Wiesbaden

Der Nassauische Kunstverein in Wiesbaden widmet der 1988 im südkoreanischen Daegu geborenen Hyunju Oh die Schau „Hier, anderswo“. Die in Frankfurt und ihrer Heimat lebende Künstlerin thematisiert in der Ausstellung die Beziehungen zwischen Existenz, Emotion und Zeit und arbeitet mit den Medien Performance, Fotografie, Sound- und Videoinstallationen. So steht inmitten des Kunstvereins ein alter Holzschrank. Seine Tür ist leicht geöffnet, der Innenraum kaum einsehbar. Doch die Besucher*innen werden der Stimme eines jungen Mädchens gewahr, die den Innenraum des Möbels als Schutzzone gewählt hat. Die Stimme des Kindes ist das einzige, das Rückschlüsse über die versteckte Protagonistin erlaubt: Der Surround-Sound macht die Emotionen, die Erinnerungen und die Existenz des Mädchens erfahrbar, die ebenso kollektiv wie individuell sein können. Hyunju Oh präsentiert ihre ausstellungstitelgebende Arbeit „hier, anderswo“ von 2022 erstmals in Wiesbaden der Öffentlichkeit.



Das Thema der Zeit behandelt Hyunju Oh, die in China, Südkorea und Deutschland Malerei, Klangkunst, Komponieren und Medienkunst studiert hat, 2015 in der Fotoserie „Remains from Remains of Remains“. Die Bilder einer weißen Wand zeigen die Performerin, wie sie schichtweise bei jeder neuen Fotografie die Wand um ein weiteres Stück verringert. Die in Schwarz gekleidete Künstlerin zieht die papierartige Mauer ab, knickt und verknittert sie, so dass sich in jedem Foto andere Licht- und Schatteneffekte ergeben und dadurch die Zeit erfahrbar machen. Am Ende ist nur noch eine weiße Wand zu sehen, Hyunju Oh fehlt, und damit blickt man auf die weiße Wand, die hinter der abgezogenen weißen Wand war. Die Künstlerin stellt hier, so die Mitteilung des Kunstvereins, die Frage danach, woran wir uns erinnern. „Die Wand wird zum Symbol für die Erinnerung, die stets fragmentierter und brüchiger wird. Die Serie bewegt sich damit erneut in einem Spannungsfeld zwischen Handlung und Material, innerhalb der Trichotomie von Zeit, Existenz und Emotion. Während die Serie das Vergessen im Laufe der Zeit darstellt, nutzt die Künstlerin hierfür das Medium der Fotografie, die es vermag, Zeit und Erinnerung festzuhalten und damit vor ihrer Fragmentierung zu schützen.“

Das Thema der Emotion repräsentiert die Videoinstallation „Von_ir“ der Jahre 2011/16 in Form zwischenmenschlicher Beziehungen. Hyunju Oh lässt die mit einem Strich betonte Stelle gezielt leer, so dass sie nach Belieben als ein „Von mir“ oder „Von dir“ gefüllt werden kann. Zu sehen ist eine Interaktion zweier Personen in Zeitlupe. Während zunächst eine Person sichtbar ist, die sich auf die Brust schlägt und mit dem dadurch entstehenden Klang an ein lautes Herzschlagen erinnert, tritt bald eine zweite Person hinzu und umarmt die erste. Diese scheint die Umarmung zu erwidern, schlägt nun jedoch anstatt auf die eigene Brust auf den Rücken der zweiten Person. Die Künstlerin erlaubt mit der verlangsamten Aufnahme eine genaue Beobachtung der Handlung, die zwischen der Geste der Umarmung und der Geste des Schlagens kontrastiert.

Die Ausstellung „Hyunju Oh / hier, anderswo“ läuft bis zum 8. Januar 2023. Der Nassauische Kunstverein hat täglich außer montags von 14 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr sowie am Wochenende schon ab 11 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 5 Euro, ermäßigt 3 Euro.

Nassauischer Kunstverein Wiesbaden
Wilhelmstraße 15
D-65185 Wiesbaden
Telefon: +49 (0)611 – 30 11 36


29.11.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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News vom 29.11.2022

Eco Land Art in Innsbruck

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