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Basquiat in der Albertina

Jean-Michel Basquiat, Untitled, 1982

Die Albertina in Wien widmet sich seit dem Wochenende dem kurzen, jedoch produktiven Schaffen Jean-Michel Basquiats. Die Kuratoren Dieter Buchhart und Antonia Hoerschelmann stellen in einer Retrospektive rund 50 Hauptwerke des Künstlers aus renommierten öffentlichen und privaten Sammlungen vor. Die Auswahl soll dem österreichischen Publikum Einblicke in die einzigartige Bildsprache Basquiats ermöglichen und die Hintergründe seiner künstlerischen Ideen beleuchten. Der afroamerikanischen Maler übte in seinen von Graffiti, Cartoons und Zeichnungen geprägten Gemälden vehemente Gesellschaftskritik und prangerte die europäische Sicht auf den Rest der Welt sowie die bestehenden Besitz- und Machtverhältnisse an. Trotz seines frühen Todes im Alter von 27 Jahren gelang es Basquiat, mit seiner Kunst ein Zeichen gegen Ausbeutung und Kolonialismus, Diskriminierung, Rassismus sowie Staatsgewalt gegenüber Schwarzen zu setzen.

Der Großteil seiner Werke entstand in einer kurzen Zeitspanne von nur acht Jahren zwischen 1980 und 1988. Basquiats Arbeiten sind durch einen auf der Kontur basierenden, ausdrucksstarken Zeichenstil sowie eine leuchtende Farbigkeit geprägt, die an die Formensprache der Art brut und die bunte Lebendigkeit von Kinderbildern erinnert. Die zugrundeliegende Intuition und Dynamik lehnen sich einerseits gegen Traditionen des Minimalismus und der Konzeptkunst auf und versinnbildlichen andererseits das Auf-einen-Einprasseln der Eindrücke, mit denen man bei einem Gang durch die Stadt konfrontiert wird. Jean-Michel Basquiat nimmt auf, was ihm auf den Straßen New Yorks begegnet: Worte, Symbole, Formen und Bilder. Die 1970er und 1980er Jahre brachten eine Finanzkrise, die Präsidentschaft von Ronald Reagan, die Ermordung John Lennons, die Verbreitung von AIDS, die konsumorientierten Young urban professionals (Yuppies) sowie wiederkehrende Polizeigewalt an Schwarzen mit sich. Basquiats Alltag war geprägt von Rassenunruhen, dem Kampf um Gleichberechtigung oder dem Aufkommen der Black-Power-Bewegung.

Insbesondere das brutale Vorgehen des New York Police Departments wurde zu einem wiederkehrenden Thema in Basquiats Werken, zum Beispiel in der Gegenüberstellung des weißen Polizisten in „La Hara“ oder dem unterdrückten Afroamerikaner in „Irony of Negro Policemen“. Beide Werke entstanden 1981. Mit einfachen Mitteln, wie einem Selbstporträt, das Basquaits Büste als schwarzen Schatten auf die Leinwand bannt, lenkte der Künstler zudem die Aufmerksamkeit darauf, dass Schwarze in der Kunstszene unterrepräsentiert sind – sowohl als Kunstschaffende, als auch als Motiv. Aber auch seine afroamerikanischen Jugendhelden, wie den Boxer Muhammad Ali, Musiker wie Louis Armstrong oder Charlie Parker nahm der Maler später als „Black Heroes“ in sein Werk auf und zeigte sie als ambivalente Sieger und Opfergestalten oft mit einer Dornenkrone als Heiligenschein. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um die Identitätspolitik sowie die durch den Tod George Floyds verschärfte „Black Lives Matter“-Bewegung erhält Basquiats Werk gerade in der heutigen Zeit neue Brisanz.

Die Ausstellung „Basquiat. Retrospektive“ läuft bis zum 8. Januar 2023. Die Albertina ist täglich von 10 bis 18 Uhr sowie mittwochs und freitags bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 18,90 Euro, ermäßigt 14,90 Euro. Kinder bis zum Alter von 19 Jahren sowie Freunde der Albertina erhalten freien Eintritt. Begleitend zur Schau erscheint ein Katalog zu 32,90 Euro.

Albertina
Albertinaplatz 1
A-1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 – 534 830


14.09.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Jörg Berghammer

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Veranstaltung vom:


09.09.2022, Basquiat - Of Symbols and Signs

Bei:


Albertina

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Jean-Michel Basquiat, Untitled, 1982
Jean-Michel Basquiat, Untitled, 1982

Variabilder:

Jean-Michel Basquiat, La Hara, 1981
Jean-Michel Basquiat, La Hara, 1981

Variabilder:

Jean-Michel Basquiat, Untitled, 1982
Jean-Michel Basquiat, Untitled, 1982

Variabilder:

Jean-Michel Basquiat, Self Portrait, 1983
Jean-Michel Basquiat, Self Portrait, 1983








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