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Cameron Clayborn im Hamburger Bahnhof

In der Ausstellung „Cameron Clayborn. nothing left to be“

Der Hamburger Bahnhof, Berlins großes Museum für Gegenwartskunst, präsentiert im Rahmen der Berlin Art Week die erste museale Einzelausstellung des jungen US-Amerikaners Cameron Clayborn. Unter dem Titel „nothing left to be“ zeigt Clayborn neben den beiden Plastiken aus der Serie „homegrown“ von 2021, die als Schenkung der Versicherungsgruppe Bâloise an die Nationalgalerie gehen, fünfzehn neue Skulpturen und siebzehn Zeichnungen, die eigens für die Ausstellung entstanden sind. Die nach unten verjüngten Skulpturen scheinen auf dem Boden zu stehen, hängen aber wie Kokons von der Decke des Ausstellungsraumes. Während die unsicher wirkende Position Abstand einfordert, zieht die Beschaffenheit und Oberfläche die Betrachtenden an, um sich die Werke genauer anzuschauen. Clayborn agiert bei seinen skulpturalen Arbeiten in diesem Wechselspiel von Distanz und Nähe, Massivität und Zerbrechlichkeit, Körperlichkeit und Abstraktion. Beim Betrachte rufen sie unterschiedliche und teils entgegengesetzte Empfindungen und Vorstellungen hervor. Als Manifestationen von inneren Prozessen sind sie so widersprüchlich wie die menschliche Gefühlswelt.

Ausgangspunkt für Cameron Clayborns Werke sind häufig innerkörperliche Abläufe und mentale Vorgänge wie Erinnerungen und Gefühle. Auf diese Weise lassen sich die Arbeiten von Clayborn als Selbstporträts verstehen, als Reflexionen über die Erfahrung, sich zugleich verortet und nicht zugehörig zu empfinden. Sven Beckstette, Kurator am Hamburger Bahnhof, befindet, die Skulpturen von Clayborn „sind so widersprüchlich wie unsere schwankende Gefühlswelt selbst – und wie Emotionen sind sie zu kraftvoll, als dass sie sich ignorieren ließen.“ Der Künstler wurde 1992 geboren und wuchs in Memphis auf. Im vergangenen Jahr erhielt er im Rahmen der Art Basel den Bâloise Kunst-Preis. Diese Auszeichnung ist mit einem Ankauf für die Sammlung der Nationalgalerie sowie mit der aktuellen Schau im Hamburger Bahnhof verbunden.

Die Ausstellung „Cameron Clayborn. nothing left to be“ läuft vom 15. September bis zum 22. Januar 2023. Der Hamburger Bahnhof hat dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie mittwochs bis 20 Uhr geöffnet. Am Wochenende öffnet das Haus zwischen 11 und 18 Uhr. Der Eintritt kostet regulär 18 Euro, ermäßigt 9 Euro. Zur Schau erscheint im Wienand Verlag eine begleitende Publikation.

Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
Invalidenstraße 50/51
D-10557 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 39 78 34 39


15.09.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Veranstaltung vom:


15.09.2022, Cameron Clayborn - nothing left to be

Bei:


Staatliche Museen zu Berlin

Kunstsparte:


Skulptur

Kunstsparte:


Zeichnung

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

Cameron Clayborn, these tools are not for you, they are for us,
 2022
Cameron Clayborn, these tools are not for you, they are for us, 2022

Variabilder:

Cameron Clayborn
Cameron Clayborn

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Cameron Clayborn, a house uprooted #1, 2022
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Cameron Clayborn, homegrown #1, 2021
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