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Mannheim glänzt mit normannischen Schätzen

Sogenannter Mantel Karls des Großen, Anfang 13. Jahrhundert

Woher kamen und wo lebten die Normannen, und wie spiegelt sich ihr Wirken in der Kunst? Unter dem Titel „Die Normannen“ beschreibt seit dem Wochenende eine umfassende Ausstellung in Mannheim deren Geschichte zwischen dem 8. bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts. Dafür haben die Reiss-Engelhorn-Museen rund 300 überwiegend hochkarätige Artefakte ausgewählt, nach Regionen unterteilt, das Museum Zeughaus zu einer Schatzkammer verwandelt und zeigen mit ihnen den Herrschaftsanspruch dieses Volkes in Europa auf.

Aus dem Wikingerreich des Nordens kommend, unternahmen hochmobile Gruppen aus Räubern, Händlern, Seeleuten und Siedlern Vorstöße nach Osteuropa und vor allem ins nördliche Frankreich. Hier etablierten die „Nordmänner“ um das Jahr 1000 das Fürstentum der Normandie. Dabei erweisen sie sich als pragmatische Meister einer raschen, agilen Integration und verschmolzen ihre Zivilisation mit lokalen Traditionen. Neu errichtete Burgen, Klöster und Kirchen dienten als geistige Zentren und Orte dichter Vernetzung. Nach der Schlacht von Hastings wurde zu Weihnachten 1066 der Normannen-Herzog Wilhelm der Eroberer zum König im eroberten England gekrönt. Geschickte Eheschließungen, Bündnisse und die Förderung von Klöstern beförderte das Vordringen der Normannen bis ins arabisch besetzte Sizilien und kurzzeitig bis hin nach Nordafrika. In Etappen bis 1091 erobert, ließ sich Roger II. 1130 zum König von Sizilien krönen.

Der multikulturelle Vielvölkerstaat des Normannenreiches verband die nordische mit der byzantinischen, muslimischen und lateinischen Welt. Wie kaum irgendwo sonst bildet sich dies in der Kunst ab. Beginnend mit Bildsteinen samt den ältesten Darstellungen von Wikingerschiffen aus den Jahren um 800, versammelt die Schau sich ein breites Spektrum erlesener Handschriften, Textilien, Schmuckstücke, kunsthandwerklicher Objekte bis hin zu Architekturfragmenten wie Bauzier oder Kapitellen mit biblischen Szenen aus der Normandie, darunter auch das berühmte Reliquienkreuz Kaiserin Mathildes. Außergewöhnliche schottische Schachfiguren in der Pose eines Wärters belegen die seinerzeitige hohe Mobilität.

Zu den Highlights gehören Kunstschätze aus Süditalien, darunter makellos ausgearbeitete Reliefs aus Marmor und Elfenbein, eine Votivkrone Rogers II. aus dem zwölften Jahrhundert oder die ins Jahr 1109 datierte älteste erhaltene weltliche Papierurkunde Europas. Abschließender Glanzpunkt ist der mit dem Adler als kaiserlichem Symbol, mit Medaillons, Tierzeichen und floralen Ornamenten bestickte Krönungsmantel Friedrichs II. Der Sohn der Normannenkönigin Konstanze, die den deutschen Stauferkönig Heinrich VI. ehelichte, bestieg 1189 den sizilianischen Königsthron, womit die Normannenherrschaft endete.

Die Ausstellung „Die Normannen“ läuft bis zum 26. Februar 2023. Das Museum Zeughaus hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. An Heiligabend und Silvester bleibt das Haus geschlossen. Der Eintritt beträgt 13,50 Euro, ermäßigt 11,50 Euro, 7,50 Euro respektive 4,50 Euro. Zur Ausstellung sind ein umfangreicher Katalog sowie ein Essayband zu jeweils 34,95 Euro bzw. 29,95 Euro an der Museumskasse, im Doppelpack für 60 Euro, erschienen.

Reiss-Engelhorn-Museen
Museum Zeughaus C 5
D-68159 Mannheim
Telefon: +49 (0)621 – 293 37 71


19.09.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


18.09.2022, Die Normannen

Bei:


Reiss-Engelhorn-Museen

Stilrichtung:


Romanik

Stilrichtung:


Mittelalter

Bericht:


Die Staufer kommen wieder

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Encomium Emmae reginae, 1041/42
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Sogenannter Mantel Karls des Großen, Anfang 13. Jahrhundert
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