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Wien untersucht Rivalen und Vorbilder in den Künsten

„Idole & Rivalen“ im Wiener Kunsthistorischen Museum

Das Kunsthistorische Museum in Wien widmet sich ab heute dem jahrtausendealten Wettstreit der Künstler*innen untereinander. Die neue Schau sei die erste, die die künstlerische Konkurrenz von der Antike bis zum Ende des 18. Jahrhunderts mit vielen Facetten thematisiert, so Kuratorin Gudrun Swoboda. Etwa 120 Werke spannen einen Bogen vom „Agon“, dem sportlich fairen Wettkampf der Antike, über die Rezeption antiker Topoi in der Frühen Neuzeit und den Künstlerneid an Fürstenhöfen bis hin zu den Wettbewerben in Akademien und Salons des 18. Jahrhunderts. Unter den Exponaten finden sich Arbeiten illustrer Künstler*innen wie Michelangelo Buonarroti, Lavinia Fontana, Sofonisba Anguissola, Benvenuto Cellini und Jean-Antoine Houdon.

In der frühen Neuzeit galt etwa das Prinzip des Wettkampfes. Laut Swoboda ging es hier nicht nur um Rivalitäten, sondern auch um die Nachahmung und das Übertreffen des Vorbildes, die zu einem künstlerischen Fortschritt führten. Der Wettstreit der Künstler, italienisch als „Paragone“ bezeichnet, wurde zwar schon öfters thematisiert, doch bisher gab es keine Schau zu den Konkurrenzkämpfen mit Werken verstorbener Meister. So griff etwa Peter Paul Rubens in seinem Frauenakt „Das Pelzchen“ von 1636/38 offen auf Tizians Akt „Mädchen im Pelz“ aus der Zeit um 1535 zurück. Viele berühmte Werke der Renaissance und des Barock entstanden aus diesem Bestreben, die frühere Meisterschaft zu überbieten. Dabei war das Gegenüberstellen dieser Werke von den Künstlern gewünscht, was das Kunsthistorische Museum nun vollzieht.

Den Wettbewerben folgten nicht selten prestigeträchtige Aufträge, so dass das Klima unter den Rivalen besonders aggressiv werden konnte. Intrigen, Neid und Verleumdung waren daher keine Seltenheit. Sieht man von dieser dunklen Seite ab, konnte ein Wettbewerb auch zu fruchtbaren Kooperationen führen, etwa wenn Spezialisten gemeinsam ein Kunstwerk schufen. So fertigten drei Maler gemeinsam das Historienbild „Das Martyrium der Heiligen Rufina und Secunda“ 1617/18 an: der Tiermaler Giovanni Battista Crespi, der Schlachtenmaler Pier Francesco Mazzucchelli und der auf Pathos spezialisierte Giulio Cesare Procaccini. Eine solche Zusammenarbeit war auch im Kunsthandwerk üblich. Der Goldschmied Jan Vermeyen und die Steinschnittwerkstatt Ottavio Miseronis gestalteten um 1600/05 gemeinsam eine grüne Tazza mit feinem Goldnetz und kostbarem Zierrat.

Besucher dürfen aktiv als Juroren an dieser Ausstellung teilnehmen und über den Barcode der Eintrittskarte an sechs Stationen über die Sieger in Werkpaaren oder -gruppen abstimmen. Dies geht auch über die Webseite der Schau und auf den Social-Media-Seiten des Hauses.

Die Ausstellung „Idole & Rivalen. Künstler*innen im Wettstreit“ läuft vom 20. September bis zum 8. Januar 2023. Das Kunsthistorische Museum Wien hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Das Haus bleibt am ersten Weihnachtstag geschlossen. Es ist der Erwerb eines Zeitfenstertickets erforderlich; der Eintritt beträgt 21 Euro, ermäßigt 18 Euro. Der begleitende Katalog kostet im Museum 40 Euro.

Kunsthistorisches Museum Wien
Maria-Theresien-Platz
A-1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 – 525 24 2500


20.09.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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20.09.2022, Idole & Rivalen - Künstler*innen im Wettstreit

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