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Geldregen für Goldmünzen im Dorotheum

10 Dukaten des Kaisers Matthias (1612-1619), Prag, o.J.

Zum Abschied machte sich Michael Beckers, seit 34 Jahren Münzexperte im Wiener Dorotheum, ein besonderes Geschenk. Ehe er nun in den Ruhestand wechselt, konnte er noch eine illustre Auktion mit Goldmünzen und ausgewählten Silberstücken auf die Beine stellen, die gestern die internationale Sammlerschaft begeisterte. Die 249 Positionen, von denen nur zwei liegenbleiben, stammten aus einem Nachlass, aber auch mehreren alten Sammlungen, die mit einem sicheren Gespür für die Qualität der Stücke zusammengetragen wurden. Eine Verdoppelung der Schätzungen kam meist zustande, oft lag die Steigerungsrate noch deutlich darüber, gerade bei den Münzen aus den habsburgischen Ländern. So schoss ein Doppeldukat mit dem noch jugendlichen Bildnis Leopolds I., geprägt 1660 in Prag, von 4.000 Euro auf 135.000 Euro. Der Kaiser mit der markanten Unterlippe trat noch öfters in Erscheinung, so auf einer zehn Jahre jüngeren Grazer 20 Dukaten-Münze, bei der sich ein Kunde im Saal erst mit einem Gebot von 220.000 Euro durchsetzen konnte (Taxe 100.000 EUR).

Ein weiteres Geldstück aus der Münzstätte Graz stieß bei den Käufern ebenfalls auf besonderes Interesse: ein zwölffacher Dukat mit der Büste des spitznasigen Kaisers Ferdinand III. von 1641 verdreifachte mit einem Zuschlag bei 240.000 Euro seine Wertvorstellungen. Sein Vater, Kaiser Ferdinand II., trat gleich dreimal aus einer Münzprägung stehend im Harnisch mit Zepter und Reichsapfel sowie dem Reichsadler samt Wappen auf der Rückseite in Erscheinung. Bei den drei 10-Dukaten-Stücken aus Prag von 1627 einigten sich die Bieter jeweils exakt auf 120.000 Euro (Taxe je 36.000 EUR). Für den preislichen Höhepunkt sorgte ein zehnfacher Dukat aus Prag, den Ferdinands Vorgänger und Cousin Kaiser Matthias auf sich und drei seiner Vorfahren prägen ließ. Die seltene Münze mit dem Profilbild des nur sieben Jahre regierenden Kaisers auf der Vorderseite und den gestaffelten gekrönten Häuptern Maximilians I., Karls V. und Ferdinands I. spielte hohe 380.000 Euro ein (Taxe 100.000 EUR).

Aber nicht nur die Habsburger traten erfolgreich in Erscheinung. Schon die erste Losnummer, einer kleiner Solidus des oströmischen Kaisers Theodosius II. aus Konstantinopel, ließ sich bei 1.200 Euro nicht lumpen (Taxe 460 EUR). Ein 1691 in London geprägtes 5 Guineas-Stück mit dem Doppelbildnis des Königspaars William and Mary, die 1689 im Zuge der Glorious Revolution den englischen Thron bestiegen hatten, verdreifachte seinen Wert auf 90.000 Euro. Aber es musste nicht immer ein Herrscherbildnis sein. So ließ französische König Philipp VI. von Valois 1340 nur seine Krone und sechs Lilien auf einer Couronne d’or schlagen, die auf der Rückseite von einem Blumenkreuz im Achtpass mit vier Lilien begleitet wird. Hierfür waren 30.000 Euro fällig (Taxe 20.000 EUR). Insgesamt schloss die Auktion mit einem Umsatz von netto knapp 3 Millionen Euro ab.


22.09.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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21.09.2022, Münzen und Medaillen - Sammlung Goldmünzen und ausgewählte Silberstücke

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Antike Kunst

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10 Dukaten des Kaisers Matthias (1612-1619), Prag, o.J.
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