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Alexander Camaros Welt des Scheins in Bielefeld

Alexander Camaro, Eingang zur Orientschau (Nichte des Scharfrichters), 1974

Seit dem Wochenende bietet das Kunstforum Hermann Stenner in Bielefeld einen Überblick zum Schaffen Alexander Camaros. Mit etwa 100 Gemälden und rund 20 Arbeiten auf Papier aus seinem größtenteils verlorenen Frühwerk wollen die Organisatoren den 1901 in Breslau geborenen Maler, der zu einem der Protagonisten der deutschen Kunstszene nach dem Zweiten Weltkrieg zählte, wieder ins breitere Bewusstsein rufen. Camaro war ausgebildeter Hochseilartist, Ausdruckstänzer und Musiker und studierte ab 1920 Malerei bei Otto Mueller an der Breslauer Akademie. Die Zeit der Nationalsozialisten und des Krieges überlebte er als Ballettmeister und Akteur an Fronttheatern. In seinem 19teiligen Gemäldezyklus „Das hölzerne Theater“ verarbeitete er diese Erfahrungen in dunkeltonigen Leinwänden. Die Erstausstellung dieser Werkgruppe im Jahr 1948 machte ihn schlagartig bekannt. Die Menschen auf diesen Bildern werden zu „programmatischen Figurinen eines melancholiegesättigten Erinnerungstheaters“, so die Mitteilung des Kunstforums. Camaros Blick sei universalistisch: Die Welt als Theater – die Welt als Schein.

Das Werk Camaros weist bis in die 1960er Jahre eine gewisse „Räudigkeit“, wie er es selbst bezeichnete: Eine düstere Farbwahl und eine offene, oftmals ungefirniste Materialität. Obwohl er seine Kriegserfahrungen nie direkt thematisierte, zeigen sich ihre Spuren in seinen Arbeiten. Seine in vereinfachter Form gemalte „Florettfechter I“ von 1950/53 erinnern an gesichtslose Schneiderpuppen. Dabei ist es der Fechtschutz, der ihre Gesichter verdeckt. Die hintereinander stehenden Kämpfer halten beide ihre Waffen in der rechten Hand; der vordere prüft die Klinge. Vor abstraktem Hintergrund in Weiß und einem auf die Leinwand gezeichneten Muster bleibt ungeklärt, weshalb die Fechter und potenziellen Gegner so eng hintereinander stehen. Obwohl Weiß die dominante Farbe ist, vermittelt das Werk eine gedrückte und verhaltene Stimmung.

Mit der Zeit wandte sich Alexander Camaro der Abstraktion zu; jedoch blieb oftmals der gegenstands- und erinnerungsbezogene Kern in seiner Malerei erhalten. Seine Motive nährte er zeitlebens aus seinen Erinnerungen an die Jahrmärkte, Schaubuden und Lunaparks seiner Kindheit in Breslau, wie auch aus seinen frühen Jahren als Bühnenartist. Bewegte sich der Maler 1966/67 mit dem Gemälde „Im Tal der Könige“ in der Ungegenständlichkeit, so nutzte er 1983 wieder die Figur in der Zeichnung „Zauberer“. In beiden Arbeiten wählte Camaro aber einen freien und gestischen Duktus.

Die Ausstellung „Alexander Camaro: Die Welt des Scheins“ läuft bis zum 26. Februar 2023. Das Kunstforum Hermann Stenner hat mittwochs bis freitags von 14 bis 18 Uhr und am Wochenende von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er frei. Der begleitende Katalog kostet im Kunstforum 29,90 Euro.

Kunstforum Hermann Stenner
Obernstraße 48
D-33602 Bielefeld
Telefon: +49 (0)521 – 800 66 00

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


02.10.2022, Alexander Camaro: Die Welt des Scheins

Bei:


Kunstforum Hermann Stenner

Kunstsparte:


Zeichnung

Kunstsparte:


Malerei

Kunstsparte:


Arbeiten auf Papier

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Variabilder:

Alexander Camaro, Großer Harlekin, 1956
Alexander Camaro, Großer Harlekin, 1956

Variabilder:

Alexander Camaro, Bildnis Liselore, o. J.
Alexander Camaro, Bildnis Liselore, o. J.

Variabilder:

Alexander Camaro, Leuchtender Nebel (Leuchtender Nebel –
 Spuren), 1989
Alexander Camaro, Leuchtender Nebel (Leuchtender Nebel – Spuren), 1989








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